Kieferorthopädie bei Kindern
Bei leichten Fehlstellungen zahlt die Kasse nichts
Rund die Hälfte aller Kinder in Deutschland braucht eine Zahnspange oder eine andere Korrektur. Ob die Krankenkasse zahlt, entscheidet eine Einstufung, von der viele Eltern erst beim Kieferorthopäden erfahren.
Kostenfrei und unverbindlich · Kindertarife oft ab 10 bis 20 € im Monat
Die KIG-Einstufung entscheidet
KIG steht für Kieferorthopädische Indikationsgruppen. Die Kieferorthopädin oder der Kieferorthopäde stuft die Fehlstellung nach einer Untersuchung in eine von fünf Gruppen ein. Von dieser Einstufung hängt alles Weitere ab.
| Stufe | Bedeutung | Wer zahlt |
|---|---|---|
| KIG 1 | leichte Fehlstellung | Eltern zahlen alles selbst |
| KIG 2 | geringe Fehlstellung | Eltern zahlen alles selbst |
| KIG 3 | ausgeprägte Fehlstellung | Kasse zahlt, 20 % Eigenanteil |
| KIG 4 | stark ausgeprägt | Kasse zahlt, 20 % Eigenanteil |
| KIG 5 | extrem ausgeprägt | Kasse zahlt, 20 % Eigenanteil |
Auch in diesen Stufen kann eine Behandlung fachlich sinnvoll sein, die Kasse beteiligt sich trotzdem nicht. Eltern tragen die Kosten dann vollständig.
Der Eigenanteil von 20 Prozent bei KIG 3 bis 5 wird nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von der Kasse erstattet. Bei einem zweiten Kind in Behandlung sinkt der Anteil auf 10 Prozent.
Was privat dazukommt
Selbst wenn die Kasse zahlt, deckt sie nur die Regelversorgung ab. Alles darüber hinaus ist Privatleistung, und genau danach fragen die meisten Eltern in der Praxis:
- Unauffällige oder moderne Spangen: Keramikbrackets, Lingualtechnik, transparente Schienen sind grundsätzlich Privatleistung
- Höherwertige Materialien und aufwendigere Verfahren
- Zusatzleistungen zur Beschleunigung oder besseren Verträglichkeit
Für Jugendliche kommt hinzu: Wird die Behandlung erst nach dem 18. Geburtstag begonnen, zahlt die gesetzliche Kasse nur noch in besonders schweren Fällen.
Warum der Zeitpunkt über alles entscheidet
Das ist der Punkt, an dem die meisten Familien zu spät kommen.
Vor dem Befund abschließen
Sobald ein kieferorthopädischer Befund dokumentiert ist, gilt der Versicherungsfall als eingetreten. Eine Absicherung der Zahnspange ist dann in aller Regel nicht mehr möglich.
Wartezeit und Staffel laufen mit
Viele Tarife haben eine Wartezeit und begrenzen die Erstattung in den ersten Jahren. Wer früh abschließt, hat beides hinter sich, wenn die Spange tatsächlich ansteht.
Annahme ist unkompliziert
Bei kleinen Kindern liegt meist noch kein Befund vor. Die Gesundheitsfragen sind dann schnell beantwortet, und der Beitrag ist niedrig.
Häufige Fragen
Was bedeutet die KIG-Einstufung?
KIG steht für Kieferorthopädische Indikationsgruppen und reicht von 1 bis 5. Ab KIG 3 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Regelversorgung. Bei KIG 1 und 2 tragen Eltern die Kosten vollständig selbst.
Warum zahlen Eltern bei KIG 3 bis 5 zunächst 20 Prozent?
Der Eigenanteil wird nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von der Kasse erstattet. Bei einem zweiten Kind in Behandlung sinkt er auf 10 Prozent.
Ab wann ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?
So früh wie möglich, idealerweise vor dem Zahnwechsel. Entscheidend ist, dass noch kein kieferorthopädischer Befund vorliegt.
Was kostet ein Kindertarif?
Gute Tarife für Kinder liegen häufig zwischen 10 und 20 Euro im Monat. Der genaue Beitrag hängt vom Alter und vom gewählten Leistungsumfang ab.
Unser Kind hat schon einen Befund. Geht dann noch etwas?
Für die bereits festgestellte Fehlstellung in aller Regel nicht mehr. Ein Tarif kann aber weiterhin sinnvoll sein, um spätere Zahnbehandlungen und Zahnersatz abzusichern. Sprechen Sie uns an, wir schauen uns Ihren Fall an.
Passenden Kindertarif finden
Wenige Fragen, dann sehen Sie passende Tarife. Angaben zur Zahngesundheit werden ohne jedes Tracking verarbeitet.
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